im Dominikanerorden: 8. Juni
Seligsprechung 1888
Die um 1200 in Bologna geborene Diana entstammte einer reichen Adelsfamilie. Inspiriert durch die Predigten der Dominikaner, bekannte sie sich zu einem frommen und gottesfürchtigen Leben und trat im Alter von 18 oder 19 Jahren gegen den Willen ihrer Familie in den Orden der Dominikanerinnen ein. Selbst der Versuch der Familie, Diana mit Gewalt aus dem Kloster zu holen (wobei sie sich eine Rippe gebrochen haben soll), konnte sie nicht davon abhalten, in den Orden zurückzukehren und ihr Gelübde zu erfüllen. Das Kloster wurde nach Valle di San Pietro verlegt und 1223 der hl. Agnes geweiht (anderen Überlieferungen zufolge soll Diana selbst das Kloster gegründet haben). Unterstützt durch den Ordensgeneral der Dominikaner, Jordan von Sachsen, wurden die Ordensregeln der Dominikanerinnen eingeführt. Bald darauf begaben sich weitere Nonnen in das Kloster, unter ihnen die selige Amata und die selige Cäcilia, und widmeten sich der Seelsorge, dem Gebet und der Mission. Wie auch diese beiden Ordensschwestern fand die am 10. Juni 1236 verstorbene Diana ihre letzte Ruhestätte in der Klosterkirche, weshalb die drei häufig gemeinsam verehrt werden.
Eine Besonderheit sind die etwa fünfzig erhaltenen Briefe von Jordan von Sachsen an Diana, die eine innige Freundschaft und tiefe Verbundenheit bezeugen. Die Seligsprechung Dianas erfolgte am 8. August 1888 durch Papst Leo XIII.
Darstellung: als Dominikanerin in weißem Habit und schwarzem Schleier
Attribut: Lilie (Symbol der Jungfräulichkeit)

Quelle: Herder-Verlag
