Brigida (Brigitta) von Kildare

Namenstage: Brigitte, Britta, Gitta

Funktion: Heilige, Nonne, Klostergründerin

Gedenktag: 1. Februar

Patronat: Irland (neben Patrick und Kolumban); der Kinder, Wöchnerinnen, des Geflügels und des Viehs; gegen Unglück und Verfolgung

Brigida kam gemäß der Überlieferung um 451 in Fochart in Nordostirland (heute Faugher im britischen Nordirland unweit der Grenze zur Republik Irland) als Tochter eines Adligen und einer Leibeigenen zur Welt und verließ mit 14 Jahren das Elternhaus, um Nonne zu werden und sich den Armen und Kranken zu widmen. Sie errichtete sich unter einer großen Eiche eine Behausung, die vom Volk »Kill Dara« (Eichenzelle) genannt wurde. Daraus entstand das berühmte Doppelkloster Kildare (westlich von Dublin), das in der religiösen Geschichte Irlands eine große Rolle spielte. Brigida gründete noch weitere Klöster und starb während der Rückkehr von einer Visitationsreise unweit von Kildare am 1. Februar 523.
Im Mittelalter wurde Brigida in ganz Westeuropa verehrt. Reliquien von ihr sind noch heute im portugiesischen Belém bei Lissabon und im belgischen Brügge zu finden. Außerdem existieren viele Lebensbilder von ihr in Prosa und Gedichtform in irischer, lateinischer, mittelenglischer, mittelhochdeutscher und italienischer Sprache.

Darstellung: als Äbtissin

Attribute: Stab, Buch, Krone; Gänse, Enten, Kühe (weil sie der Legende nach Tiere heilte), Feuerflammen über dem Kopf (weil man bereits in ihrer Jugend eine Flamme über ihr gesehen haben will), Scheune (die sich auf ihr Gebet hin mit Feldfrüchten füllte)

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010