Aktuelles "Liobabote"
Druckversion des Liobaboten Nr. 31
Liobabote Nr.31 [797 KB]
Liebe Mitschwestern, liebe Familiare und Freunde unserer Gemeinschaft,
Während ich dies schreibe, ist in der öffentlichen Wahrnehmung Weihnachten „schon vorbei“. Wir im Kloster stehen aber noch vor (!) dem zweiten Höhepunkt der weihnachtlichen Festzeit: Epiphanie (= „Dreikönig“). Für uns in St. Lioba ist dies ein besonderes Fest, da wir den Stern von Epiphanie in unserem Wappen führen. Immer fällt mir zu diesem Fest auch der bekannte Titel von Jörg Zinks Biographie ein: „Sieh nach den Sternen – hab Acht auf die Gassen.“Beides zusammen in rechter Ausgewogenheit zu leben ist gar nicht so einfach. Wir finden in der Bibel immer wieder Beispiele, wo das Aufblicken, die Beziehung zu Gott herstellt (die Augen erheben ist in der Bibel oft ein anderes Wort für Beten), wo man beim Aufblicken Gott oder Boten Gottes erkennt, z.B. Abraham, der aufblickte und die drei Männer sah, in denen Gott zu Gast kam, oder die Jünger bei der Verklärung Jesu und die Frauen am Grab. Es gibt aber auch die Warnung der Engel bei der Himmelfahrt Jesu: „Ihr Männer von Galiläa, was schaut ihr zum Himmel empor?“ Beides ist wichtig. Allerdings ist heutzutage die Gefahr, dass man das orientierende „Aufblicken“ vernachlässigt oder vergisst, weitaus größer! Ohne dieses Aufblicken (und wenn auch nur für einen Moment), kann man leicht die Orientierung verlieren: weiter im alten Trott oder schleichend von der Hauptausrichtung seines Lebens abkommen.
Mich begleitet in der Weihnachtszeit zwischen den beiden Hochfesten immer eine besondere Dreikönigskarte: Da sind die drei Könige auf ihren Reittieren dargestellt, oben am Himmel der Stern. Alle drei sind in höchster emotionaler Bewegung. Der dritte zeigt nach oben, ruft offensichtlich nach vorne, der mittlere König – unter dem Stern reitend – ganz nach oben ausgerichtet und der vorderste, der offenkundig schon unter dem Stern durchgeritten war, dreht sich – wohl durch den Zuruf von hinten aufgeschreckt – auf dem Sattel um, schaut und zeigt nach oben und versucht sein Pferd zu wenden. Gut, dass sie nicht allein waren, diese drei, gut dass sie Kurs gehalten bzw. wiedergefunden haben. Gut, dass sie nicht aufgegeben haben unterwegs. Das alles wünsche ich Ihnen für dieses Neue Jahr 2012 und Gottes Segen in reichem Maß
Ihre Sr. Scholastika
Informationen aus dem Mutterhaus
Nikolaus
Jedes Jahr halten wir im Konvent eine eigene Nikolausfeier. Ebenso wie im vorletzten Jahr kam dieses Jahr der heilige Bischof wieder persönlich, und diesmal brachte er sogar seinen treuen Helfer Knecht Ruprecht mit. Die beiden brachten in gereimtem Dialog allerlei aus dem klösterlichen Alltag zur Sprache. Die priesterlichen Seelsorger Herr Falk, Herr Hünerfeld und Father Francis wurden ehrfurchtsvoll begrüßt, gelobt und ermutigt. Neu hinzugekommene Schwestern und der Gast aus dem Senegal bekamen einen herzlichen Willkommens-Gruß. Die Anwesenheit und der Dienst der indischen Mitschwestern wurden lobend hervorgehoben. Natürlich erhielten Priorin und Subpriorin eigene Verse. Die beiden „Himmelsmänner“ kommentierten auch besondere Ereignisse wie das Kapitel, die Subiaco-Wallfahrt, den Papstbesuch, den Abschied von Herrn Weihbischof und anderes mehr. Mehrmals wurden die versammelten Schwestern zum Singen aufgefordert, wobei sich eine interkulturelle Mischung aus deutschem, indischem und afrikanischem Liedgut ergab. Ganz vorsichtig und sanft und mit geduldigem Humor erteilten Nikolaus und Ruprecht auch ein paar Rügen, endeten aber dann doch mit der Feststellung ihrer Zufriedenheit mit diesen braven und tüchtigen Schwestern und schenkten deshalb jeder einen kleinen wollenen Zopf mit eingeflochtenem, roten Faden, dem Sinnbild der Liebe der hl. Lioba, und mit Schokoladenanhängern. Ja, „Niklaus ist ein guter Mann!“
Gaudete -Vesper
„Den Brunnen tiefer graben“ – dieser Buchtitel inspirierte uns bei dem Versuch die Lesung aus dem Buch Jesaja durch ein Bild zu erschließen und zu vertiefen. Wir hatten mit Steinen einen Brunnen vor dem Altar aufgebaut, mit Lichtern bestückt. Von einem Krug ging – durch eine Stoffbahn angedeutet – ein Wasserstrahl aus. Blumen deutete die Fruchtbarkeit an. Diese Elemente unterstützten – durch Impulsfragen in Anspielung zur Lesung den Bezug zur eigenen Erfahrung, mehr noch: zur eigenen Sehnsucht, die sich in diesem Moment melden mochte.
„Wo ist die Freude? Spüre ich sie aufsteigen? Oder – warum nicht? Ist sie verschüttet? Ist sie überhaupt da? Was hindert sie?
Vielleicht wenn ich nachschaue – tiefer grabe - ? Vielleicht - ganz tief in mir drin?
Vielleicht wenn ich in meinem Brunnen tiefer grabe? Vielleicht werden dann die Quellen wieder frei – wo Freude aufsteigen kann, die Quellen des Lebens, des Lobes und des Dankes.
Die Quellen der Freude? Sind sie in mir? Wo sind sie in mir? Wie kann ich sie wieder erreichen?
Der Prophet sagte: Mein Gott kleidet mich in Gewänder des Heils. Er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit
Was sind das „Gewänder des Heils“? Wie fühlt sich das an? Mit Heil angezogen sein, eingehüllt von Gerechtigkeit - ? Ist das wahr? Für mich wahr? Ist da eine Sehnsucht?
Der Prophet sagte auch: Wie die Erde Pflanzen hervorbringt und Früchte, so lässt Gott Heil hervorsprießen und Gerechtigkeit.
- Wenn die Quellen des Brunnens frei sind, aufsteigen können, dann ist der Brunnen voll Wasser.
- Dann ist Wasser da, um Wüste lebendig zu machen …
- Wenn die Quellen fließen, dann ist Fruchtbarkeit …
- Wenn in mir die Quellen frei sind …
Ist nicht Jesus die Quelle des Lebens – auch meines Lebens – wenn er kommt – wenn er bei mir ankommt? …“
Das vom „Chörle“ nach Abschluss der Choralvesper gesungene mehrstimmige Lied „Da, wo ein Brunnen fließt“ griff die Thematik noch einmal auf und vertiefte sie musikalisch.
Natürlich hat die Gaudete-Choralvesper eine gewachsene Form und auch das anschließende Zusammensein bei Teepunsch und Gaudete-Sternen in den geschmückten Pfortenräumen, das Liedersingen und die Lichtertänze mit den Gaudete-Lichtern gehören dazu und stärken die Freude. Aber auch neue und kreative Elemente wie auch das zu Anfang gesungene „Rorate“, ein Choralgesang mit Jesaja-Prophetentexten, der der bei uns eine besondere Tradition an den Adventssonntagen hat. Es war schön, mit den Gästen so den 3. Adventsonntag zu begehen und in sich die Weihnachts-Vorfreude wachsen zu lassen. (Sr. Scholastika)
Feier für unsere Mitarbeiter/Innen
Es war einer dieser seltsamen Zufälle, die vielleicht keine sind, dass Wochen zuvor unser „Festkomitee“ sich für das Weihnachtsspiel entschlossen hatte, welches die Familie von Sr. Maria Veronika geschaffen hatte, und dass dann unsere Feier gerade am Todestag dieser Schwester stattfand. Es ist ein Schattenspiel mit wunderbar filigranen Scherenschnitten, dazu gereimt die Weihnachtsgeschichte, von passenden Liedern untermalt.
Als die Geladenen – über 50 waren zu unserer Freude gekommen – nach gutem Mittagessen im Saal St. Benedikt versammelt waren, begann das Spiel mit einem zweistimmigen Flötenspiel. Dann las Sr. Walburg die stimmungsvollen, z. T. auch heiteren Texte, zwei Schwestern befestigten die jeweiligen Szenenbilder in der Guckkastenbühne, die von den Hausmeistern eigens installiert worden war. Die handelnden Personen: Maria und Josef, Hirten, Engel, Könige samt Pferd, Kamel und Elefant und andere, wurden über die Szene bewegt und als klare Schatten sichtbar. Teilweise mehrstimmig vorgetragen, teilweise vom Publikum mitgesungen, erklangen dazu die Lieder. Viele positive Kommentare zeigten uns anschließend, dass unsere Mühe sich reich gelohnt hatte. So konnten wir das Fest in froher Runde mit einem feinen Kaffee und sehr leckeren Kuchen abschließen und freuten uns, dass wir uns für die treue und wertvolle Mitarbeit so vieler einmal dankbar zeigen konnten.
Am Donnerstag in der Weihnachtsoktav zeigten wir dann das Schattenspiel noch einmal für die Mitschwestern, die es noch nicht kannten oder gerne noch einmal sehen wollten.
Weihnachtskrippe
Dieses Jahr gab es eine Überraschung an der Neuen Pforte: Eine neue – alte – Krippe vor dem Kreuz unter dem Arkadenbogen. Was war geschehen? Unsere Künstlerin, Sr. Bergit, hatte sich im letzten Jahr vorgenommen, die großen Krippenfiguren, die sie vor vielen Jahr zusammen mit Sr. Simone angefertigt hatte, zu restaurieren. Die Köpfe (aus Wachs) von Muttergottes (von Sr. Simone) und vom hl. Josef (von Sr. Bergit) waren noch sehr schön, aber Hände und Körper hatten sehr gelitten. Auch mussten die Figuren eingekleidet werden. Mit viel Einsatz und Liebe zum Detail wurden die Figuren wieder instand gesetzt. Dazu kam das so schöne Jesuskind von Sr. Bernadette. Pünktlich zur 1. Vesper von Weihnachten wurden die Figuren von Maria und Josef enthüllt und nach der Christmette wurde auch das Jesuskind sichtbar, als wir zusammen mit den Gästen auszogen, um an der Krippe „Stille Nacht“ und „O du fröhliche“ sangen (wieder unterstützt von Herrn Kuenzer mit seiner Trompete) und die Weihnachtswünsche auszutauschen. Wir alle haben viel Freude an der schön – sehr schlicht – aufgebauten Krippe an der Pforte. Es sieht aus, als ob es immer so gewesen wäre. (Sr. Scholastika)
Sakramentskapelle
Inzwischen sind die Planungen für unsere Sakramentskapelle im Mutterhaus weit fortgeschritten, so dass wir bereits ab Mitte Januar „zur Tat schreiten“, d.h. das so genannte „Alte Noviziat“, das bisher als Nebensakristei genutzt wurde, frei räumen, damit ab Anfang Februar mit Sanierung, Renovierung und Neugestaltung begonnen werden kann. Plan und Modell, die die Künstlerin Frau Madeleine Dietz aus Landau im Zusammenwirken mit dem Rat entwickelte, fand große Zustimmung bei den Schwestern und auch beim Architekten Werner Sandhaus – der früher auch im Erzbischöflichen Bauamt gearbeitet hatte, bevor er sich selbständig machte, haben wir ein gutes Gefühl, dass dieses Team zusammen mit Sr. Felizitas der herausfordernden Aufgabe gewachsen sein wird, aus dem Wohnraum einen sakralen Raum zu gestalten. Die Voraussetzung für diese Verlegung war durch die neue Zugangsmöglichkeit entstanden, die uns die Neue Pforte verschafft hat. Zur künftigen Sakramentskapelle kann man direkt von der Pforte aus gelangen. Der Raum hat einen günstigeren Zuschnitt und auch keine drei Türen wie die bisherige Kapelle. Der bisherige Kapellenraum (das „Musikzimmer“ der Wohgemuth´schen Villa) wird dann als Sakristei genutzt. Natürlich werden diese Maßnahmen mit der bereits überfälligen Sanierung (Elektroinstallationen, Wände, Heizung, Fenster) verbunden. Wir wollen dabei Stück für Stück vorgehen: Erst wird die Sakramentskapelle gerichtet, dann die bisherige Kapelle zur Sakristei umgestaltet, dann die bisherige Sakristei (alte Bibliothek) renoviert. Zwischenzeitlich wird improvisiert. Bis spätestens 1. Juli sollte – so Gott will – alles fertig sein.
(Sr. Scholastika)
Im Dezember verstarb
am 23. 12. unsere Sr. Ambrosia im 91. Lebensjahr und im 58. Jahr ihrer hl. Profess.
Indienreise
Am 10. Januar beginnt für Sr. Walburg, Sr. Rut-Maria und Sr. Maris Stella die Indienreise, die sie außer ins Mutterhaus in Bhopal und die Konvente der näheren Umgebung (Indrapuri, Misrod, Berasia) auch in den Bundesstaat Kerala führt, in den neuen Konvent in Palai und nach Perambra. Wie gut, dass auf der Hinreise Sr. Kripa und Sr. Philo dabei sind, die ihren sechswöchigen Heimaturlaub in Indien antreten und sie auf dem Weg nach Kerala von Mutter Jyothi begleitet werden.
Am 1. Februar machen sie sich dann – hoffentlich gesund und angefüllt mit vielen Eindrücken – von Cochi aus auf die Rückreise via Dubai ins kalte Deutschland und sollten am 3. Februar spät wieder zu Hause sein.
(Sr. Scholastika)
Gregorianischer Choral
Offenes Singen aus Freude und/oder Interesse an dieser Musik
Dieses Angebot wird auch im Neuen Jahr weiter fortgesetzt.
Wo? Im Kloster St. Lioba / Treffpunkt in der Pforte
Wann? Vierzehntägig dienstags, 18.30 Uhr
Nächste Termine 2012: 17.1. / 31.1. / 14.2. / 28.2. / 6.3. / 27.3.(Sr. Edith)
Weitere Termine
9.-15. Januar: Exerzitien mit P. Arno Münz OSB, St.Georgenberg-Fiecht, für die Schwestern in den Wohnbereichen St. Hildegard/St. Scholastika.
23./24. Januar: Ratsitzung im Mutterhaus6.-12. Februar: Exerzitien mit P. Odilo Lechner OSB, St.Bonifaz / München, im Haus St. Benedikt.
17.2. 16.00 Uhr: Konferenz von Abtpräses Dr. Albert Schmidt OSBSamstag, 25. Februar, 19.30 Uhr : Matutin vor dem 1. Fastensonntag
27./.28. 2.: Gruppentreffen 2020
HOCHFESTE IM MÄRZ
Hochfest hl. Josef, 19. März,
7.45 Uhr: Amt,
17.30 Uhr: 2. Vesper vom Hochfest (1. Vesper entfällt wegen des Fastensonntags)
Hochfest Heimgang d. hl. Vaters Benedikt,
Dienstag, 20.3.:
17.30 Uhr 1.Vesper vom Hochfest,
19.30 Uhr Matutin,
Mittwoch, 21.3.:
9.15 Uhr Amt,
17.30 Uhr: 2. Vesper vom Hochfest
Hochfest Mariä Verkündigung (wegen d. Fastensonntags verschoben)
Montag, 26. März (!),
7.45 Uhr: Amt,
17.30 Uhr: 2. Vesper vom Hochfest (1. Vesper entfällt wegen des Fastensonntags)
VORANKÜNDIGUNGEN TERMINE :
Am 15. April (Weißer Sonntag)
ist der erste Teil der diesjährigen Feiern der Professjubiläen geplant: Sr. Gertraud und Sr. Marietta können auf 60 Jahre, Sr. Elisabeth auf 65 Jahre und Sr. Maria Annuntiata und Sr. Ermelinde gar auf 70 Jahre Profess zurückblicken.
Am 1. Mai
feiern Sr. Deepti und Sr. Alice, ihre Silberprofess, Sr. Franziska kann auf 40 Professjahre zurückblicken und Sr. Itta, Sr. Clementia und Sr. Martha Maria begehen ihr Goldenes Professjubiläum.
16. – 20. Mai: Katholikentag in Mannheim
7.-10. Juni: Familiaretagung im Mutterhaus
22./23. Juni: Einkehrtag im Mutterhaus für alle Schwestern (Kapitel)
5. Juli: 800-Jahrfeier Kloster Wald
Samstag, 14. Juli: Benediktus-Klostertag im Mutterhaus
Haus St. Benedikt
Wir wünschen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes Segen zum Neuen Jahr. Ein reiches Jahr ist vergangen mit vielen schönen Begegnungen und Eindrücken.
Die Exerzitien im Alltag im Advent waren eine schöne und gute Zeit.
Auch die Besinnungstage zum Jahreswechsel waren erfüllte Tage.
Der „Offene Abend“
an den Montagen ist im Neuen Jahr wieder am 6. Februar und am 13.02.2012 im Haus St. Benedikt. Wir laden Sie ein zum jeweils um 20.00 Uhr zum Glaubensgespräch.
Da Sr. Maris Stella mit Sr. Walburg und Sr. Rut Maria vom 10.01.2012 bis Anfang Februar 2012 unser indisches Priorat besucht, ist die Belegung im Haus St. Benedikt jetzt schon bis 15.Februar 2012 abgeschlossen. Wir können keine zusätzliche Belegung mehr annehmen. Sie können Sie sich aber jetzt schon über die nachfolgenden Angebote informieren.
Zu Exerzitien im Alltag in der Fastenzeit
laden wir Sie ein ab Mittwoch den 29.02.2012 (weitere Treffen sind am 07.03., 14.03., 21.03. und am 28.03.2012). Wir treffen uns wöchentlich zur Reflexion, Impuls und Glaubensgespräch. Sr. Maris Stella, und Mitschwestern begleiten diese Gruppe.
Zum „Aschermittwoch für Frauen“
heißen wir, das heißt Frau Fuchs-von Brachel Frauenreferat der Diözese, Sr. Maris Stella und Sr. Maria Sophia auch dieses Jahr wieder herzlich willkommen. Wir haben das Thema „Vater unser“. Nähere Informationen im Jahresprogramm.
Zu einem Meditativen Tanzwochenende
unter dem Thema: „Tänze wie Knospen Von innen nach außen“ laden wir herzlich ein.
Termin: Freitag 31.03.2012 18.00 Uhr bis Sonntag, 02.04.2012, ca. 13.30 Uhr
Referentin: Petra Maria Knell, Frankenberg Tanzpädagogin
Einladung zur Mitfeier der Kartage und Ostern
Wir laden Sie ein, die Liturgie der Kartage und Ostern mit uns Schwestern zu feiern
von Donnerstag den, 05.04., 15.00 Uhr
bis Sonntag, den 08.04.2012, ca. 11.00 Uhr.
Nähere Informationen finden Sie auf unserer Homepage
(www.kloster-st-lioba.de). (Sr. Maris Stella)
Informationen aus den Stationen
Mannheim
Am 15. November machte Sr. Scholastika einen kurzen Konventsbesuch in Mannheim, um mit einzelnen Schwestern und der Heimleiterin Frau Rhein verschiedene Planungen zu besprechen.
Am 30. Dezember machte Sr. Lilly aus Villingen beim Mannheimer Konvent einen Besuch. An Neujahr machte Frau Rhein mit den Schwestern einen Ausflug, der mit einem guten Essen einen gemütlichen Ausklang fand.
Am 10. Januar wird Sr. Philo ihren sechswöchigen Heimaturlaub (bis 26. Februar) antreten, zusammen mit Sr. Kripa (Villingen) und den drei „Indienreisenden“ (s.o.).
Cella St. Lioba, Petersberg
Wir sind fünf!
Eine Vinzentinerin fragte mich: “Wie viele Schwestern sind sie in der Cella? Ich antwortete: „Wir sind fünf.“ „Oh“, sagte sie spontan, “ein großer Konvent! Wir sind nur zwei.“ Ja, wir freuen uns, dass Sr. Deepti Tachil aus dem Priorat Bhopal seit Juli bei uns ist. Sie lernt sehr eifrig Deutsch. Seit Mitte November besucht sie einen Sprachkurs und macht erstaunliche Fortschritte. Sr. Deepti hilft überall mit und ist sehr gerne in der Cella und an der Gedenkstätte der hl. Lioba.
Die zurückliegenden Monate waren für uns sehr ereignisreich, überstrahlt von der besonders intensiven Lioba-Festwoche.
Die wunderbare Spätsommer-Sonne machte dann auch die Aktion unserer Familiaren-Interessenten-Gruppe zu einem gelungenen Abschluss.
Das Cafe “Schöne Aussicht“, unmittelbar neben der Cella, war so gefragt, dass der Kuchen – es gab auch wohlschmeckende Lioba-Glocken - im Nu ausverkauft war. Sr. Hemma half mit frischen Waffeln nach. Der erstaunliche Erlös von 600.- € für unsere Indien-Mission machte alle glücklich. Wir danken den kreativen und tatkräftigen Veran-stalterinnen sehr herzlich. Ebenso herzlich danken wir der ganzen Gemeinde für die Kollekten-Spenden von 3 200 €, die ebenfalls armen Kindern und alten Menschen in Indien zu Gute kommen.
Eine große Überraschung für uns war es, als im Gottesdienst des 3. Advent der Jugendchor unserer Gemeinde, der so erfolgreich das Lioba-Musical und ein weiteres Musical aufgeführt hatten, noch einmal 1.000.- für unsere Indien-Misssion spendeten. (Sr. Eoliba)
Die Zeit des Advent nutzen viele Menschen, um in der Liobakirche innezuhalten und zu beten. Unter den vielen geistlichen Führungen und Begegnungen seien nur zwei erwähnt:
Die Kirche auf dem Berg hatten 25 junge Erwachsene mit einer evangelischen Pfarrerin als Ziel im Blick, als sie unter dem Gedanken des Pilgerns ihren Weg antraten. Die hl. Lioba und ihr Glaubenszeugnis stand im Mittelpunkt unseres Gesprächs. In der Liobakirche konnten wir am Beispiel weniger, jedoch spirituell aussagekräftiger Symbole den jungen Menschen wichtige Glaubensimpulse geben.
Wir sind froh, dass wir das Foyer im Orangeriebereich der Cella direkt neben unserer Kapelle haben und es so vielfach nutzen können, immer mit der Möglichkeit zu Stille und Gebet.
Für Priester und pastorale Mitarbeiter/innen/n aus dem Dekanat Hünfeld – Geisa gestaltete Sr. Rut-Maria den Vormittag eines Dekanatstages unter dem Thema: Prolog der Benediktusregel – Impulse für ein geistliches Leben. Im erweiterten Kapellenbereich beteten wir dann als Abschluss gemeinsam die Mittagshore,
Anbetung und Hl. Messe am Mittwochabend werden auch in der Adventszeit gern besucht.
Während wir schreiben, „rücken“ schon die Weihnachtsbäume an und der Konvent freut sich, Kirche und Kapelle für das große Fest zu schmücken. (Sr. Rut-Maria)
Villingen
Am 15. Dezember besuchten Sr. Scholastika und Sr. Edith den Konvent in Villingen. Es gab genügend Zeit mit den einzelnen Schwestern und mit dem ganzen Konvent zu sprechen und die Planungen fürs nächste Jahr abzugleichen. Schön war es miteinander in der Kapelle zu beten und beim gemeinsamen indischen Essen hatten wir viel Freude.
Herzlichen Glückwunsch an Sr. Kripa, die noch vor Weihnachten ihre Führerscheinprüfung bestand. Nun wird es Zeit, sich nach einem geeigneten Kleinwagen umzuschauen, der als „Konventskutsche“ geeignet ist. Spätestens wenn am 26. Februar Sr. Kripa von ihrem Heimaturlaub zurück ist (sie fliegt mit den anderen zusammen am 10. Januar ab), sollte es da sein.
Kloster Wald
Das Schuljahr 2011/12 begann mit einer guten Belegung aller Klassen. Dieses Jahr wird zum letzten Mal ein Abitur von zwei Klassen gleichzeitig bewältigt: dem 8–jährigen und dem 9-jährigen Gymnasialzug. Das bedeutet für uns, dass wir 100 Abiturientinnen haben.
Zwei wichtige Ereignisse hielten uns am Anfang des Schuljahres in Atem: Die endgültigen Bau- und Einrichtungsmaßnahmen für unsere neu gestalteten Kapelle und die Vorbereitung zum Großen Urwälderfest am 15. Oktober.
Das Urwälderfest fand rege Resonanz: es kamen über 300 Ehemalige, vom Abijahrgang 1951 bis 2010. Die Stimmung war ausgezeichnet: zum Kaffeetrinken am Nachmittag waren alle klassenweise verteilt im Jenner und in der Mensa. Zum abendlichen Gottesdienst kamen alle in die neu restaurierte Kirche. Auch hier war die Atmosphäre von Wärme und Herzlichkeit geprägt. Am Abend war ein hervorragendes Büffet in der Turnhalle. Dass am nächsten Tag, am Sonntag, noch einige dabei waren, die auf den Friedhof oder in die Werkstätten gingen, war sehr schön. Ein gemeinsames Abschiedsessen in der Mensa mit 160 Urwälderinnen beschloss dieses schöne, ausgesprochen familiäre Zusammensein. Wir erhalten viele begeisterte Rückmeldungen.
Die Kapelle nahm langsam Gestalt an, als die Bauarbeiten abgeschlossen, die Stuckdecke fertig gestrichen und der Boden neu gebeizt war. Es kamen die wunderbar gestalteten Prizipalien der Künstler OMI Riester und Barbara Jäger mit dem eigens konzipierten Chorgestühl, dann die Stühle für Gäste und schließlich die Beleuchtung. Das Ergebnis ist atemberaubend schön, sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber überzeugend in seiner Geschlossenheit, Weite und Helligkeit. Es ist ein „Gebetsraum“ entstanden. Wir freuen uns auf Weihnachten in der neuen Kapelle!
So waren wir auch sehr glücklich über die würdevolle Einweihungsfeier durch Weihbischof Rainer Klug am 24. November. Die Schwestern vom Mutterhaus unterstützten unseren schwachen Chor, Sr. Edith spielte die Orgel. Es waren 42 geladene Gäste versammelt, aus jedem Arbeitsgebiet Vertreter. Nach der Einweihungsfeier waren alle zu einem gemeinsamen Mittagessen geladen. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die wir erfahren haben und fühlen uns in unserer Kapelle sehr wohl.
Am 11. November fand wie immer die Martinsfeier statt: zunächst in der Kirche mit einem Spiel der Unterstufe und einer Ansprache unserer evangelischen Religionslehrerin. Dann ging ein langer Umzug, verstärkt durch Kinder des Dorfes und der Umgebung, um den Weiher. Am Schluss versammelten sich die Schwestern, Mitarbeiter und die internen Schülerinnen zu einem stimmungsvollen Abendessen in der geschmückten Mensa. Auch dies war wieder ein gelungener Abend, der die Schulgemeinschaft stärkte.
Am 26. November fand im Kreuzgang der Adventsbasar statt, bei dem die Kinder Selbstgemachtes verkaufen. Der Andrang war riesengroß, die Mensa, in der es für die Besucher Kaffee und Kuchen gab, war total überfüllt. Ebenso groß wird der Ertrag sein, der noch ausgezählt wird, aber eine fünfstellige Zahl verspricht. Der Erlös geht zu je einem Drittel nach Indien, Rumänien und an die Schule, für dringende Anschaffungen.
Es stehen uns bis zu den Weihnachtsferien noch eine Reihe vorweihnachtlicher Veranstaltungen bevor. Die Schwestern sind immer herzlich eingeladen und nehmen, soweit wie möglich, teil.
Wir sind dankbar für das abgeschlossene Jahr, in dem uns Gott behütet hat und bitten um seinen Segen für das nächste Jahr! (Sr. Michaele)
Familiare
Unser Familiare-Treffen im Juni 2011 war in mehrfacher Hinsicht eine herausragende Begegnung: Es war eine Freude, zu erleben, wie herzlich und dankbar Sr. Rut-Maria als Leitungs-Mitverantwortliche angenommen wurde. Auch sie fühlte sich gleich wohl in der von Vertrauen geprägten Atmosphäre unserer Gruppe.
Das Thema „Ökumene“ war ein hochgegriffenes Unterfangen. Das Besondere darüber hinaus waren die fünf hoch motivierten Referentinnen aus den eigenen Reihen. Referate und Austausch waren „erschöpfend gut“.
Zu der Dichte dieser Tage kam noch die Begegnung mit der Edith Stein-Gesellschaft beim Sonntags-Festgottesdienst in unserem Oratorium und der wunderbare Gedenk-Abend an Edith Stein – „Du meiner Seele Frieden“ im Freiburger Münster.
Das zweijährige Benediktiner Oblatentreffen vom 14.-17-6.11 in St. Ottilien, an dem Renate Hegemann, Maria Hartmann und ich teilnahmen stand unter dem Thema „Unter der Führung des Evangeliums und nach der Weisung des Hl. Benedikt: Führen und Leiten in Familie, Schule und Gesellschaft.“ Richard Weidlinger, ein Unternehmer aus Kempten, zeigte auf, welche Instrumente für die schwierige und mühevolle Arbeit des Führens- auch in einem Unternehmen- die Regel des Hl. Benedikt zur Hand gibt. Abtprimas Notker Wolf ,freudig‘ begrüßt, war eigens aus Rom zu einem Impulsreferat angereist, in dem er aus seinem reichen Erfahrungsschatz humorvoll austeilte. Wir hoffen, beim nächsten Treffen Einiges berichten zu können.
Fassungslosigkeit und Trauer löste für uns alle die schwere Erkrankung und der so schnelle Heimgang unserer lieben Eva Amann aus Wald am Fest Mariä Geburt (8. September 2011.) aus. Renate Hegemann und Maria Hartmann konnten – für uns alle stellvertretend – an dem bewegenden Totenamt in der Walder Pfarrkirche St. Bernhard und an der Beerdigung mit einigen Hundert Trauergästen teilnehmen.
In dem letzten, ausführlicheren Brief, den ich von Eva Amann erhielt, schrieb sie, wie sie jetzt – anders als in jungen Jahren – mit neuen Augen sehend – das Bild in der Walder Pfarrkirche beeindrucke, das zeigt, wie sich der Herr vom Kreuz her dem Hl. Bernhard zuneigt. Sie schreibt: „Heute sehe ich darin die Sehnsucht des Hl. Bernhard von Clairvaux, in seinen Armen geborgen zu sein, oder Er nimmt uns in seine Arme und neigt sich uns zu.“
Der Gedanke ist tröstlich: nun darf Eva Amann in Seinen Armen sich am “Reich der Liebe und des Friedens“ freuen. R.i.p.
(Sr. Eoliba)
Aus den Prioraten
Dänemark
Im vergangenen Sommer wurden wir von einer „Vereinigung, die sich für Kinder, die in der Familie misshandelt werden“ angesprochen, ob wir bereit wären, ein Wohltätigkeitskonzert zu Gunsten der betroffenen Kinder zu unterstützen, in dem wir unsere Kirche zur Verfügung stellen wollten. Grund dafür war, dass Maja Lisa Engelhardt, Protektor in dieser Vereinigung ist, und ihre Bilder der Schöpfung einen guten Rahmen für ein Adventskonzert bieten würden. Wir haben uns darauf eingelassen, und so fand das Konzert am ersten Adventssonntag statt. Die Veranstalter hatten Dänemarks Radio Pigekor, den Komponisten Bent Fabricius Bjerre und die bekannten Sängerin Sos Fenger, so wie die Künstlerin selbst eingeladen, das Programm zu gestalten mit anschließendem Adventskuchen und Kaffee. Es waren an die 230 Gäste gekommen. Es war ein gelungener Nachmittag, der der Vereinigung 58.000 kr. einbrachte.
Am 14. Dezember ist die offizielle Einweihung des Rehabilitationszentrum Lioba anstelle des Pflegeheims. Zum kommenden Weihnachtsfest wollen wir dieses Jahr einige allein stehende Menschen unserer Gemeinde zum Weihnachtsabend einladen. (Sr. Benedikte)
INDIEN
Hier einiges aus dem „News Letter“ des indischen Priorats: Im November gab es einen „Kindertag“ in der Schule von Begumganj bei dem die Schüler in den verschiedensten kulturellen Aktivitäten ihre Talente zeigen konnten und eine Ausstellung von Schülerarbeiten in Rahatgarh, die von den Bewohnern der umliegenden Ortschaften besucht und viel bewundert wurde.
Am 24. November kam Sr. Alice planmäßig pünktlich von ihrem Heimaturlaub zu uns zurück und wir freuen uns darüber.
Vom 26.-30. Dezember fand in Bhopal das Prioratskapitel statt mit dem Thema „Mystiker, Versöhner und Propheten“.
Jetzt freuen sich die indischen Schwestern auf „hohen Besuch“ aus dem deutschen Mutterhaus und zugleich auf ihre Ferienschwestern Kripa und Philo, die ihren Heimaturlaub antreten. (Sr. Edith)
Gute Nachricht kam aus Kloster Wald: Zum Einen wieder eine beträchtliche Spende aus dem Erlös des Adventsbasars und dann das Ergebnis der Stiftungsratsitzung am 27. November mit einem spürbaren Beitrag zu Gunsten bedürftiger Frauen im Altenheim Perambra. Mutter Jyothi hatte der „Hermann-und-Marianne-Springer-Stiftung“ (eine Unterstiftung der Stiftung „Sr. Sophia OSB“ einen Projektvorschlag für den Zinsanteil gemacht, der laut Satzung für solche Projekte gegeben werden kann (immerhin 2.800 €). Damit kann man in Indien viel bewirken: Dafür können zwei Rollstühle und zwei Wasserbetten angeschafft, sowie für ein halbes Jahr Unterhalt, Pflege, Kleidung, ärztliche Betreuung und Medikamente für zwei Personen bestritten werden. (Sr. Scholastika)

